Bäckst Du noch selbst Brot? Wahrscheinlich eher nicht. Sind wir mal ehrlich, ist ja auch viel bequemer einfach beim Bäcker auf dem Heimweg noch schnell ein frisch gebackenes Brot zu holen, oder? Da hast Du auf jeden Fall recht. Bequemer ist es! Aber ich verspreche hoch und heilig, es lohnt sich Brot selbst zu backen!

Es ist viel einfacher als Du denkst

Ich muss ja zugeben: Wenn ich an einen Bäcker denke, kommt mir auch als erstes in den Kopf, dass er um 4 Uhr morgens schlaftrunken Brotteige vorbereitet. Aber ganz so schlimm ist es ja dann oft doch nicht. Es gibt sehr viele Brote, die nicht unbedingt ein halbes Jahrhundert lang gehen und geknetet werden müssen. 

Außerdem brauchst Du oft nicht allzu viele Zutaten, die Du sowieso in deinem Zuhause hast. Im Endeffekt brauchst du nur Mehl, Hefe, Salz und Wasser für ein gutes Brot. Um dem Brot das gewisse Etwas zu verpassen, kannst Du noch einen Blick in deinen Vorratsschrank werfen und richtig kreativ werden.

Der Geschmack

Kannst Du dich an Weihnachten und Geburtstage erinnern, an denen Du zur Tür reinkommst und das ganze Haus nach frisch gebackenem riecht? Ich verspreche Dir, beim Brot backen ist es mindestens genauso schön! Und das Tolle ist, du brauchst keinen besonderen Anlass dafür!

Photo: Samy Wayne

Ich weiß nicht wie es Dir geht, aber ich muss zugeben, dass ich schon hin und wieder enttäuscht bin von den Broten und Brötchen vom Bäcker. Ist Dir mal aufgefallen, dass die Backwaren aus den Automaten vom Lidl oder Aldi oder sogar zuhause aufgebackene Brötchen oft besser oder mindestens genauso gut schmecken wie beim Bäcker?

Die Inhaltsstoffe

Das liegt oftmals daran, dass auch viele Bäcker inzwischen fertige Aufbackwaren verwenden. Ich habe mal ein paar Wochen in einer Bäckerei gejobbt und war abends oft alleine und musste daher Aufgaben aus nahezu jedem Bereich übernehmen. Die Brötchen, die ich von diesem Bäcker immer am leckersten fand, stell Dir vor, waren Rohlinge, die einfach nur aufgebacken wurden. 

Das Problem bei der ganzen Sache ist, dass Fertigprodukte haltbar gemacht werden müssen. Deswegen enthalten Sie oft jede Menge unnötige Zusatzstoffe. Dazu kommt, dass die Waren natürlich auch möglichst günstig sein sollen. Da wird wirklich sehr viel mit billigem Material ersetzt. 

Auf dem Foto siehst du mal eine Zutatenliste von einer Standard Laugenbrezel, die es zum Beispiel in Bäckereien, Kiosks, Tankstellen und ähnlichen Verkaufsstellen gibt. Verrückt, oder? Man sollte doch meinen, dass eine Laugenbrezel nicht mehr als Mehl, Hefe, Salz und Lauge braucht? Die ganzen Zucker und Süßungsmittel …. Und vor allem denkt man doch, dass eine Laugenbrezel vegan ist, oder? 

Tja! Falsch gedacht! Da hilft am Ende nur noch Eins: Nämlich selber backen. Dann bestimmst Du allein, was und wie viel reinkommt und du musst keine Angst haben deinem Körper zu schaden. Außerdem wirst du merken, wie viel Spaß selbst backen macht.

Dinkelbrot mit Rosmarin und getrockneten Tomaten

Vorbereitungszeit 1 Stunde 50 Minuten
Zubereitungszeit 45 Minuten
Auskühlen 15 Minuten
Arbeitszeit 2 Stunden 50 Minuten
Portionen 12

Zutaten

Zutaten:

  • 1 Glas getrocknete Tomaten (in Öl eingelegt)
  • 3 Zweige frischen Rosmarin
  • 120 g Margarine (z.B. Alsan)
  • 250 ml Haferdrink
  • 500 g Dinkelmehl
  • 1 P. Trockenhefe
  • 1 TL Kokosblütenzucker
  • 3 TL Salz

Anleitungen 

Zubereitung:

  • Zunächst die Tomaten abtropfen lassen und in kleine Stücke schneiden. Den Rosmarin waschen, trocknen und die Nadeln klein hacken. Die Sojamilch lauwarm erwärmen und die Margarine im Topf zerlassen.
  • Für den Teig Mehl, Hefe, Zucker und Salz in einer Schüssel vermischen. Dann die Sojamilch, die flüssige Margarine, die Tomaten und den Rosmarin dazu geben und entweder mit der Küchenmaschine oder per Hand zu einem leicht klebrigen öligen Teig verkneten.
  • Den Teig abgedeckt an einem warmen Ort für 1,5h gehen lassen.
  • Eine Kastenform von 25cm einfetten. Den Teig in die Form geben und nochmal abgedeckt an einem warmen Ort für 20 Minuten gehen lassen.
  • Den Ofen auf 240°C Ober/ Unterhitze vorheizen. Eine kleine ofenfeste Form mit Wasser auf den Boden das Backofens stellen. Mit einem scharfen Messer den Teig mehrfach in der Mitte einritzen.
  • Im Backofen für 45 Minuten backen und anschließend mindestens 15 Minuten auskühlen lassen. Danach aus der Form lösen und genießen. Am besten lässt sich das Brot schneiden, wenn es komplett ausgekühlt ist.
Gericht: Frühstück

Quelle: Das Rezept ist aus „VEGAN BACKEN“ von Nicole Just und leicht abgewandelt.

Hast du das Rezept ausprobiert?

Wie ist es geworden? Könntest du das Dinkelbrot genauso wie ich einfach pur aufessen? Wenn Du es nachgemacht hast, würde ich mich riesig darüber freuen dein Ergebnis zu sehen! Tag mich mit @samywayne.de auf Instagram und verwende den Hashtag #fitmitsamy. Oder hinterlasse mir gern einen Kommentar.

Wir lesen uns bald wieder. Bis dahin immer schön munter bleiben und fleißig Brot backen. 😉  

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